Christian Prommer der auch Mitglied bei Fauna Flash und dem Trüby Trio ist hat hier einige Evergreens der elektronischen Musik zu amtlichen Jazzhymnen verarbeitet. Die Idee entstand nachdem er Strings of Life
nach Jazz konvertiert hatte und das live wohl sehr gut ankam. „Higher State Of Consciousness“ von Josh Wink wird ebenso wie Isolees „Beau mot Plage“ neu interpretiert. Spannend finde ich die Version von „Trans Europa Express“, die anders als das Original auf einmal kräftig zu grooven beginnt. Die präzise Rythmusgruppe, hierbei insbesondere der Basser mit Namen Dieter Ilg macht einen guten Job wenn es um die Umsetzung der Stücke geht. Unverständlich finde ich nur warum man bei Jazzinterpretationen von nahezu komplett aus dem Rechner stammender Musik einen Apple auf der Bühne braucht der außer gutem Aussehen nicht wirklich was bringt. Abgesehen davon ist Drumlesson sehr hörenswert und ruft bei mir viele Erinnerungen wach. Nach einiger Zeit macht sich durchaus Kurzweil breit (Achtung Wortspiel) aber es ist ungefähr so wie früher in der Disco als keiner so Recht wusste was er anfangen sollte. Drei Bier und ein Vodka später wurde aber ein Schuh daraus und das Amusement konnte endlich beginnen.
Review: Christian Prommers Drumlesson – Drumlesson Vol I
Veröffentlicht am Juni 12, 2008 von chewo
